![]() |
|
| Autor | Thema: Frau Schottlaender |
| Wolfgang Mueller |
Ich hatte gestern bereits im Strack-Strang davon erzählt, dass ich heute von einer Paparazzi-Begegnung um Marcel Proust herum erzählen möchte. Wie kam es, dass ich kürzlich in einem Bamberger Antiqariat die deutsche Erstübersetzung von Marcel Proust's "Auf den Spuren der verlorenen Zeit" ins Deutsche erwarb? Zwei schöne Bände aus dem Berliner Verlag "Die Schmiede" von 1926 für nur DM 40.-, was überaus billig für die recht rare Ausgabe ist. Nun, eines Tages - es ist vielleicht nur ein paar Wochen her - kam ich von einer längeren Reise zurück, die mich nach Hamburg und Frankfurt/M geführt hatte. Zu später Stunde erreichte der Zug den Berliner Ostbahnhof. (Es muss wohl so um 22.00 Uhr gewesen sein.) Da ich nur wenig Gepäck bei mir hatte, entschloss ich mich zur Bushaltestelle zu gehen, die auf der Rückseite des Bahnhofs gelegen ist. Von dort aus fährt die Linie 140 direkt vor meine Haustür. Ich setzte mich in das mit gleißendem Licht ausgestattete Wartehäuschen und kramte in meiner Tasche herum, um in Carl Vogts "Nord-Fahrt entlang der Norwegischen Küste nach dem Nordkap, den Inseln Jan Mayen und Island auf dem Schooner Joachim Hinrich unternommen während der Monate Mai bis Oktober 1861 von Dr. Georg Berna in Begleitung von C. Vogt, H. Hasselhorst, A. Greßly und A. Herzen" zu blättern. Ich hatte das seltene Buch für meine Kollektion deutschsprachiger Bücher über Island bei einer Auktion in Hamburg ersteigert und erfreute mich an der stockfleckigen Rarität, die ursprünglich Bestand einer litauischen Bibliothek gewesen war (es befinden sich jeweils eingangs und auf der letzten Seiten zwei Stempel mit der Aufschrift "Biblioteka Latvijas Valsts im Buch) Die alte Dame, die neben mir saß, die ich aber bisher kaum wahrgenommen hatte, sprach mich plötzlich an. "Das ist aber ein schönes Buch. Wo haben Sie das her?" Nun, wir kamen ins Gespräch und sie erzählte mir, dass sie leider nie in Island gewesen sei, aber in einigen anderen Ländern. Das hätte auch mit ihrem verstorbenen Mann zu tun gehabt. Ich fragte nach und dann sagte sie: "Mein Mann ist Rudolf Schottlaender." Ja, ich muss zugeben, dass es mir unangenehm war sagen zu müssen, dass ich den Namen zum erstenmal hörte, denn irgendwie schien es mir so zu sein, als ob sie eigentlich erwartete, dass man den Namen kennen müsste. "Er hat Bücher geschrieben und übersetzt." "Und gibt es die zu kaufen?" "Ja sicher." Sie erzählte von seiner Tätigkeit, aber mehr im Allgemeinen, nicht im Speziellen. Zum Beispiel aus welchen Sprachen er übersetzt hatte, aber sie nannte keine Buchtitel. Ich versprach der alten Dame mich über die Bücher ihres verstorbenen Mannes zu informieren und gab ihr meine Adresse. Falls sie denn doch mal nach Island führe, würde ich ihr gern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie bedankte sich und steckte den Zettel in ihre Handtasche und verschwand in einem Bus, dessen Nummer ich mir nicht gemerkt habe. Überhaupt habe ich mir sehr wenig gemerkt von der alten Dame, obgleich wir uns ausführlich unterhalten hatten. Es war ein sehr schönes, freundliches und interessantes Gespräch. Ich weiss nicht, ob es die "hoeflichen paparazzi" seinerzeit schon gab, aber dessenungeachtet ging ich zuhause an meinen Computer und tippte in zvab.com, dem Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher den Namen "Rudolf Schottlaender" ein. Tatsächlich erschienen eine ganze Reihe von Buchtiteln und unter anderem eben auch die eingangs erwähnten Bücher von Marcel Proust. Ich hatte mit der Witwe des deutschen Erstübersetzers von Marcel Prousts Werk "Auf den Spuren der verlorenen Zeit" (spätere Übersetzung: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit") ein Gespräch an einer Bushaltestelle geführt, dass mich schließlich zu Marcel Proust und seinen Werken geführt hat. [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 20.03.2001 um 02:17 Uhr bearbeitet.] |
| Wolfgang Mueller |
Die Geschichte ist gleich an die zweite Stelle gerutscht, weil ich sie erst geschrieben und dann auf dem Strackstrang mitgeteilt habe, dass sie auf diesem neuen Strang zu finden sei. |
| Tex Rubinowitz |
Danke für eine wunderbare neue, stille Geschichte. Möge sie noch länger hier oben ruhen, dann darf sie langssam wie eine Schneeflocke gen Boden segeln. [Beitrag wurde von Tex Rubinowitz am 19.03.2001 um 16:03 Uhr bearbeitet.] |
| Wolfgang Mueller |
Lieber Tex, was für ein zauberhaftes Bild, langsam wie eine Schneeflocke...Proust hätte dich geliebt. |
| Tex Rubinowitz |
Bestraft mich, verhaftet mich, aber Frau Schottländer hat leider keine Lobby, die sie nach oben wuchtet, deshalb muss ich es nochmals machen |
| oha |
Lieber Wolfgang Mueller, das Warten hat sich wahrhaft gelohnt. Ich bin ganz angerohren. Und Tex hat alles, was ich sagen wollte schon viel schöner gesagt. oha |
| Hanswasheiri |
Jetzt ist Frau Schottländer schon wieder nur an 6.Stelle! Und ich wollte eigentich nur sagen, dass mir die Geschichte auch ganz gut gefallen hat. Und ich der Meinung bin, dass so schöne Schneeflocken nicht ganz so schnell fallen sollen. |
| Phettberg |
weiß nichts zu sagen, möchte nicht schweigen, bin voll glücklicher Wehmut. [Beitrag wurde von Phettberg am 19.03.2001 um 22:26 Uhr bearbeitet.] |
| Tex Rubinowitz |
Sie sollen ein bisschen die Chance haben zu schweben, meinst Du? Finde ich auch, also schwebe nach oben, alte Frau! |
| Wolfgang Mueller |
Lieber Hanswasheiri, Dank für deine freundlichen Zeilen. Da du, wie ich deinem Profil entnahm, in Zürich wohnst, fiel mir ein, dass der Islandbereisende Carl Vogt, dessen Buch Frau Schottlaender bewunderte, in der Schweiz politisches Asyl fand. Der Naturforscher und Politiker hatte seinerzeit politisch sehr radikale Ansichten, musste aus deutschen Landen fliehen. Es gibt in der Schweiz eine Gesellschaft, die nach ihm benannt ist und auch einige Straßen. Ich glaube sogar in Zürich selbst gibt es eine solche Straße. |
| oha |
hoch die Dame (sorry, konnte nicht widerstehen. Die Geschichte ist einfach zu schön!) |
| Hanswasheiri |
Ist mir nicht bekannt; es gibt in Zürich einen sog. VOGTRAIN, ob der aber nach DEM Vogt benannt ist, scheint mir fraglich. Ansonsten gibt es einige Carl-Irgendwas Strassen, eine Carl-Vogtstrasse ist aber - glaube ich - nicht dabei. |
| Hartmut Andryczuk |
Emmanuel Bove schrieb einmal: "Es schneit. Keine Schneeflocke fiel auf eine andere". |
| Tex Rubinowitz |
Von HC Artmann gabs einmal ein Gedicht namens "Schneeflocken auf heisses Brot" oder "heissem Brot" [Beitrag wurde von Tex Rubinowitz am 20.03.2001 um 11:16 Uhr bearbeitet.] |
| Hanswasheiri |
Wenn hier schon mal wieder H.C.Artmann vorkommt, würde ich zugern einen Link sehen, der auf eine andere, auch sehr schöne Geschichte verweist. Sie handelt von 12 identischen Weihnachtsfesten und ist, glaube ich, von Anko höchstpersönlich. (H.C.Artmann und ich) Wenn das mal jemand erstellen könnte, wäre mit auf einen Streich der Schottländer- und der Artmanngeschichte geholfen. |
| Wolfgang Mueller |
Es ist die Stadt Genf, in der es einen Boulevard Carl-Vogt gibt. Aber auch in Gießen, seinem Geburtsort gibt es eine nach ihm benannte Straße. Friedrich Engels hat sich über ihn geäußert, sehr abfällig "Abermals Herr Vogt" unter http://www.m/werke.de/me/me17_306.htm Hier in Berlin schneit es momentan tatsächlich ziemlich heftig. Alles ist weiß. [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 20.03.2001 um 09:45 Uhr bearbeitet.] [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 14:36 Uhr bearbeitet.] |
| Wolfgang Mueller |
Auch wenn es wie ein Trick erscheint Frau Schottlaender nach oben treiben zu lassen, aber es ist wirklich wahr: Eine Schneedecke liegt auf den Dächern und Plätzen von Berlin. |
| Walter Groebchen |
Was bin ich froh, daß diese zarte Geschichte hier oben die Sicht auf den Schuschny-Zoff-Strang nimmt. Mehr Schnee! |
| Tex Rubinowitz |
In Berlin schneit es? In Wien ist Frühling! Die Krokusse scharren bereits in der Erde, bei Spar gibt es bereits Erdbeeren, Spargel und Rhabarber |
| kathi meierhofer |
In Klagenfurt ist auch Frühling und Sonnenschein, vielleicht fliegt der liebe Frau Schottländer-Strang doch eher wie Blütenstaub über die Frühlingswiesen als wie kalte Winterschneeflocken von Himmel. |
| Hartmut Andryczuk |
Auf Amrum erwartete uns ein Schneesturm. Das war unglaublich, denn solange ich mich erinnern kann, haben wir hier niemals Schnee gesehen. Sonne, Wind, Regen - im schnellen Wechsel. Nebel manchmal. Aber Schnee - nein. Als die Fähre anlegte, könnten wir keine 10 Meter weit blicken. Das Taxi brachte uns zu unserer Ferienwohnung mit Meerblick, aber das Meer war nicht mehr zu sehen. |
| Wolfgang Mueller |
Der Schnee ist aufgetaut. |
| PiaMia |
"Wetter, wetter, wetter!!" Das sagte Mirco Nontschew immer in einer Comedy-Sendung. Schreibt man den eigentlich so? Gilt er als prominent? Interessiert jemanden die Begegnung? |
| Wolfgang Mueller |
Ja, warum nicht? |
| nejteit |
verdammt - jetzt werd ich den rest meines lebens bei schnee immer an frau schottlaender denken und an proust. und draussen tummelt sich der nasse wolkenstaub zu tausenden: welche flocke ist die geschichte? welche unerzaehlten geschichten sind die anderen flocken? |
| Hartmut Andryczuk |
Ach du meinst Schnee mit "nassem Wolkenstaub". (Ganz schön pfiffig...). Postscriptum: In dem Film "Fräulein Smiljas (ist das richtig geschrieben?) Gespür für Schnee" von Bernd Eichinger, der unglaublich schlecht ist, muss die Hauptdarstellerin immer brutal vom "Ficken" sprechen; vermutlich, weil die Regie meint, dass eine extreme Persönlichkeit immer "Ficken" sagen muss. Das passt hier zwar nur marginal, aber wollen wir an dieser Stelle nicht einen Anti-Eichinger-Club bilden? [Beitrag wurde von Hartmut Andryczuk am 21.03.2001 um 12:17 Uhr bearbeitet.] |
| Angelika Maisch |
Ich bin ein begeisterter Clubbilder- und beitreter. Da bin ich dabei. |
| kathi meierhofer |
*anschließ* habe den Fime erst vor kurzen und trotz aller Warnungen meiner Freunde angesehen, und das nur wegen des schönen Titels wegen, und war sehr enttäuscht!! |
| Hanswasheiri |
Die unendliche Geschichte Der Name der Rose Bin ich schön? Der Campus Opernball Der bewegte Mann |
| kathi meierhofer |
Ok nehme ein bisschen meiner Kritik zurück, also 'Die unendliche Geschichte' hab ich das erste Mal als Kind gesehen, und habe den Film sehr geliebt, vorallem wegen der Riesenschildkröte und dem Steinmenschen. Bei der Name der Rose habe ich zuerst das Buch gelesen und war etwas enttäuscht über die Umsetzung, aber das ist ja immer so wenn man zuerst ein Buch liest und dann die Verfilmung sieht, weil die Schauspieler nie so ausehen, so gekleidet und so gestikulieren wie man sich das in seinem Kopf vorgestellt hat. Zum bewegten Mann kann ich nichts sagen, da ich - hoffentlich bekomme ich dafür keine Prügel - Till Schweiger einfach liebe, und zwar wegen seiner Matcho-Stimme, die ich einfach unglaublich finde!! Operball finde ich auch nicht wirkich toll, bin aber für andere Meinungen offen. Also im Großen und Ganzen finde ich Eichingerswerke nicht sehr umwerfend! |
| Tex Rubinowitz |
Jetzt schneits in Wien auch, die einzelne Flocke hat aber nur ca eine Sekunde als Flocke auf dem Asphalt, dann verpfützt sie |
| Hanswasheiri |
In Zürich kommen die Schneeflocken schon verpfützt vom Himmel - ihr habts also noch gut in Wien. |
| Angelika Maisch |
Bernd Eichinger- insgesamt- ein Garant für Schlimmes. Fast. Der Name der Rose- so schlimm, daß der Autor sich vom Film distanziert hat, wie ich las. Allerdings muß ich sagen, daß ich mir zum erstenmal im Leben beim Lesen alles haargenauso vorgestellt habe, wies hernach gezeigt wurde. Nur die Geschichte hat der Eichinger übel zugerichtet. Fräulein Smillas Gespür für Schnee habe ich mir vorsichtshalber gar nicht erst angetan, das Buch ist schon ambivalent genug. Und in Karlsruhe werden wir demnächst wieder eine Hochwasserkatastrophe unser eigen nennen können, wenns noch ein bischen so weitergeht. |
| Wolfgang Mueller |
Mit den höflichen Paparazzis habe ich in den letzten Tagen soviel Zeit verloren, dass ich meine monatliche taz-Kolumne "Bücher für Randgruppen" darüber ganz vergessen habe zu schreiben (und vor allem keine Zeit hatte, ein zu besprechendes Buch dafür zu lesen). Deshalb wird mir der Betriebsrat gewiss verzeihen, dass ich in allergrösster Zeitnot umständehalber die Geschichte von Frau Schottlaender in leicht modifizierter und straffer Form ebendort veröffentliche mit dem Hinweis, dass ja - wie Tex einst sagte - vielleicht gar ein Buch aus Texten der hoeflichen Paparazzis entstehen könne. Und dass mir die hier verlorene Zeit mit Proust und Schottlaender nun fehlt, um meiner Monatspflicht nachzukommen, ein Buch zu besprechen. Wohlgemerkt, es geht mir nicht darum, Frau Schottlaender in diesem imaginären Werk unterzubringen beziehungsweise in welcher Form auch immer entsprechenden Druck auszuüben dass dieses gegebenenfalls geschehe. Nein, ich möchte lediglich den Lesern der taz-Kolumne bedeuten, dass auch sie einem Prozess beiwohnen könnten, der möglicherweise zur Publikation eines Buches führte. Der freundlich entspannten, melancholisch, verträumten etc. ,gut - manchmal auch etwas überhitzten Stimmung in den Strängen der hoeflichen-paparazzi wird diese Bekanntgabe in einer Zeitung hoffentlich keinen Abbruch tun. Verzeiht, aber es ging nicht anders. |
| Wolfgang Mueller |
dicke flatschige Schneeflocken fallen auf Berlin |
| Tex Rubinowitz |
Nun regnet es in Wien und der Rinnsal die Wien ist zu einem reissendes Bächlein geronnen |
| Angelika Maisch |
Nach mehrwöchigem Regen mit kurzen Trockenphasen regnet es nun mittlerweile Katzen und Hunde. |
| nejteit |
buecher fuer randgruppen hoert sich vernuenftig an, und meinen unmassgeblichen segen hat die bearbeitung. aber um der wissenschaftlichen seriositaet willen (versuch eines partykillers): benjamin soll ja gar nicht so begeistert gewesen sein von schottlaenders uebersetzung. woraufhin er mit franz hessel dann den naechsten band uebersetzt hat. und mittlerweile weiss bloss noch die strasse, ob sie nass der schneeflocken oder des nieselregens ist. einerseits laestig: andererseits: hamburg in wien! |
| Walter Groebchen |
Wetterdienst Hamburg-St.Pauli: Wolkig oder trüb, wenig Regen, 0 bis 3 Grad, frischer Südostwind dzt. dunkel draußen [Beitrag wurde von Walter Groebchen am 23.03.2001 um 00:40 Uhr bearbeitet.] |
| Wolfgang Mueller |
hallo nejtejt, ja, das habe ich auch gelesen, die Schottlaender-Übersetzung gilt als sehr umstritten. Vielleicht meldet sich Frau Schottlaender, wenn der Text veröffentlicht ist. Dann könnte ich sie darüber ausfragen, was da damals wirklich los war [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 23.03.2001 um 08:59 Uhr bearbeitet.] [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 14:38 Uhr bearbeitet.] |
| Tex Rubinowitz |
Regen nach wie vor, aber etwas wärmer geworden. Auf der Strasse hat ein alter Mann geniest wie ein kleiner Hund kläfft, ich schaute ihn an, wie eine Mutter ihren Sohn, der etwas ausgefressen hat. |
| Hanswasheiri |
Zürich: Sonne Wenn geniest wird, nur wegen Pollenflugs. |
| oha |
Heidelberg: Überschwemmung in meinem Keller. Wenn geflucht wird, hört nicht hin. [Beitrag wurde von oha am 23.03.2001 um 15:44 Uhr bearbeitet.] |
| Dominik Bauer |
In Frankfurt am Main hat es aufgehört zu regnen. Malerische Wasserlachen wie aus der Sanostol-Werbung warten auf depressive bzw. lebenslustige Kinder. Gestern ist mir im Regen Achim Vandreike, der SPD-Kandidat für die Frankfurter Oberbürgermeisterschaft, begegnet. |
| Sabeta |
alte männer haben ja eine ganz eigene nies- und hustästhetik. |
| Wolfgang Mueller |
Leipzig/Buchmesse 18.00 Uhr: strömender Regen nässt die aus den Hallen herausströmenden Besucher. Ankunft 21.40 Uhr Ostbahnhof: dicke große Schneeflocken klatschen nassschlaff auf meine imprägnierte Jacke. In der Ausstellung "Körperwelten" brennt noch Licht. Durchnässte Menschenscharen betrachten ausgestopfte Menschen. (noch unter dem Einfluss der beiden Lesungen auf der Leipziger Buchmesse stehend, deren Fetzen ich im Vorbeigehen aufgeschnappt habe) |
| Tex Rubinowitz |
Wien, Nässe, Dunkelheit, Gröbchen hat mir eine wertvolle Vase zerbrochen |
| lacoste |
Bist Du jetzt schon wieder zurück von der Buchmesse, Wolfgang Müller? Oder gibt es in Leipzig auch einen Ostb... nein, dass kann ja nicht sein, die Ausstellung ist ja hier am Ostbahnhof. Dann warst Du aber ziemlich kurz dort. Ich kann dieses Jahr leider gar nicht hin. Schade |
| Wolfgang Mueller |
[Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 24.03.2001 um 11:53 Uhr bearbeitet.] (Habe nicht "überarbeitet" sondern nur die Rechtschreibfehler korrigiert.) [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 24.03.2001 um 11:55 Uhr bearbeitet.] [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 03:28 Uhr bearbeitet.] |
| PiaMia |
Laut Anmerkung hast Du ja auch nur be- statt überarbeitet. |
| lacoste |
Ich finde diesen Strang total bescheuert. |
| Wolfgang Mueller |
Uhren heute Nacht eine Stunde vorstellen. [Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 03:31 Uhr bearbeitet.] |
| Hartmut Andryczuk |
Autobahn Leipzig - Berlin. Schneefall und Unfälle, querstehende Tanklaster, in die Graben gefahrene PKW´s. Dabei hören wir Orgelmusik von Bach: "Näher Herr zu dir..." (Auf der Buchmesse verteilte ein Wesen von ihm selbst überarbeitete Stellen aus der Bibel. In seinem offenen Brief gab er sich als Betonsteinhersteller aus). |
| lacoste |
Das ist gemein! Bevor Wolfgang Müller seinen letzten Beitrag bearbeitet hat, hat er zugegeben, dass dieser Strang ihm auch furchtbar auf die Nerven geht. Und jetzt distanziert er sich davon, weil er Angst vor den Anderen hat! |
| anko |
0:21 (hat hier eigentlich jemand die uhr umgestellt? oder geht das alles von selber, hmm - ach ja, ich muesste es ja wissen als hausm.), also: 0:21 uhr, berlin, heftiger schneefall den ganzen tag, starker wind, sodass der schnee SEITLICH an dem baeumen vor unserer wohnung klebt. der rest des schnees ordnungsgemaess auf simsen, treppen und relingen. und jetzt ein paar takte musik |
| Hanswasheiri |
Jetzt war ich zwei volle Tage vom Forum weg. Das kam mir sehr lange vor; trotzdem ist immer noch dieser Schottländerstrang ganz oben. Erstaunlich. Ist es jetzt nicht langsam Zeit, diese Schneeflocke auf den Grund des Gurkenglases fallen zu lassen, auch wenn das, wörtlich genommen, eine seltsame Vorstellung ist? Es ist Zeit, für eine neue Killergeschichte. Wer wird sie bringen? Hat den die Freitagsaktion gar nichts gebracht? Ansonsten: Das Wetter in Zürich: Bewölkt bis heiter, manchmal etwas Sonne, ganz wenig Regen so gegen 17.Uhr |
| DerCaptain |
Anko, in der WeimarerStr. siehts auch nicht anders aus als in der FritscheStr. ... Gutes Wetter! ------------------ |
| Wolfgang Mueller |
Liebe Lacoste, also richtig gemein ist das doch nicht! Ich hab nur das gelöscht, was mich nervte, das war natürlich mein eigenes Zeug. Die Wetterberichte mag ich sehr gern, finde ich sehr interessant. Jetzt gefällt mir halt alles wieder recht gut und meine Befürchtung, dummes Gewäsch von mir gegeben zu haben, ist fröhlicher Unbekümmertheit gewichen. (Das hat sicher auch mit der schönen, weißen Schneedecke zu tun, die derzeit Berlin bedeckt, dem blauen Himmel und den lustigen Sonnenstrahlen, die meine Fensterscheiben erleuchten und bis in mein Zimmer dringen) Die Ereignisse um Frau Schottlaender sind Morgen in der taz zu lesen im Kulturteil unter "Bücher für Randgruppen". Der Redakteur sagte mir soeben, es sei ein komischer Zufall, aber er habe Frau Schottlaender auch schon mal erlebt, bei einer Gesprächsrunde. Sie habe damals das Gespräch etwas unvermittelt auf ihren Mann gelenkt. |
| Hartmut Andryczuk |
Luftdruck? Windgeschwindigkeit? Feuchtigkeit? Knontinentalplattenverschiebung? |
| Tex Rubinowitz |
Dunkelgeworden in Wien- später. Ich finde das ist der einzige Strang, auf dem man sich ausruhen kann, und er ist nicht bescheuert, bescheuert ist hier so manch anderes, ich möchte nicht gezwungen sein, zu sagen, was [Beitrag wurde von Tex Rubinowitz am 26.03.2001 um 20:50 Uhr bearbeitet.] |
| klesk |
auch wenn ich dafür kielgeholt werde: geht doch alle zu www.wetter.de |
| Hartmut Andryczuk |
Auf der Buchmesse traf ich einen distinguierten Joyce-Liebhaber und Sammler von Joyce-Publikationen. Wer Joyce liebt, liebt auch Beckett; wer Beckett liebt, der Joyces Sekretär war, liebt natürlich auch Marcel Proust. Er wollte das "Gold & Sold-Buch" mit dem Joycekopf auf der Papiertragetasche kaufen und sagte lapidar, wie teuer ist das denn: 1000 oder 5000.- DM. Ich antwortete: Sie können das nicht kaufen. Es ist vergriffen. Aber eigentlich ist alles nur eine Frage des Preises. Er nickte und fragte nicht weiter nach. Seine Frau oder Freundin, etwa 60 Jahre jünger als er, stand neben ihm und zeigte mir Fotos von Joycestatuen auf einem Friedhof in der Schweiz, woher die beiden kamen. (Es war glaube ich Zürich). Am beeindruckendsten war die Darstellung der Brille von Joyce: sie unterstrich seine Blindheit. Frau Schottländer fliegt oben in den Wolken mit angewinkelten Armen bis nach Finlandia. |
| Hanswasheiri |
Es ist richtig, Joyce liegt in Zürich. Auf dem Friedhor 'Zürich Flunter', um genau zu sein. Sein Grab ist eine kleine Touristenattraktion, was ich persönlich nicht sehr höflich finde. Aber na ja. Wer sein Grab trotzdem besuchen will, kann vom Hauptbahnhof mit dem Tram Nr.6 zum Friedhof Fluntern fahren, dort wird man das Grab dann schon finden. Es ist ja übrigens ein Phänomen, dass ein Haufen berühmter Leute zum Sterben in die Schweiz kommen. (Zum Sterben, damit meine ich natürlich 'den Lebensabend verbringen'). Ob das ein gutes Zeichen für den Zustand der Schweiz ist, müsste einmal diskutiert werden. Da fällt mir auch noch ein, das ein guter Freund von mir im Eltern- und Geburtshaus von C.G.Jung aufgewachsen ist. C.G.Jung ist dann später ins Nachbarhaus umgezogen. An diesem findet sich noch eine Gedenktafel. Das ganze spielte sich übrigens in Kesswil, einer kleiner Gemeinde am Bodensee (Schweizer Seite) ab. |
| Hanswasheiri |
Und das Wetter in Zürich: bewölkt. |
| Ebbesand Flutwasser |
Da der hübsche Gesang dieses "Strangs" (ist das nicht eine zu brutale, der Dezenz widersprechende Übersetzung von "thread"?) bzw. seines Seitenstranges in der taz mich hierher gelockt hat, möchte ich mich hier auch einmal äußern, wenngleich ein wenig spät:
It Always Rains In Wuppertal heißt das erste Stück auf der Pyrolator-LP Inland aus den frühen 80ern, und das stimmt unverbrüchlich immer noch.
Snow on Easter Sunday Mark E. Smith, Tempo House
Ist ja eigentlich nur der Produzent (bis auf neulich, da hat er auch mal Regie geführt) der scheußlichen Filme, aber was heißt "nur" - dadurch kann er noch viel öfter und weitgestreuter zuschlagen als ein Regisseur, der ja immer erst künstlerisch entzündet sein muß durch einen Stoff, ihn dann umsetzen muß in Bildsprache etc. Bin ich schön? von Doris Dörrie aber habe ich sogar zweimal gesehen, wegen Anica Dobra, die die schönsten Pausbacken der Welt hat. Außerdem beherrscht sie wie keine zweite etwas, für das es in anderen Sprachen ein eigenes Wort gibt: akimbo, das empörte In-die-Seiten-Stemmen der Arme, oft unterstützt durch Aufstampfen eines Fußes (übertrieben) oder unwirsches Wegpusten einer ins Gesicht fallenden Haarsträne (gut); eine Fertigkeit ausschließlich kleiner - das Aufblicken zum Ärgerauslöser gehört dazu - Frauen oder Kinder. Außerdem spielte auch die grundsympathische Senta Berger mit, dafür nimmt man gern Franka "Färbt ihr die Haare rot, damit man sie von den Statisten unterscheiden kann" Potente inkauf. Überhaupt Frau Dörrie: Handwerklich kann sie ja was, wenn sie nur nicht dauernd und in großen Mengen Frauenzeitschriften rauchen würde...
Sehr geehrte Frau Meierhofer, kürzlich verlor ich als Teil einer grippebedingten Rundumvollverschleimung auch die Stimme; als sie langsam wiederkam, klang sie ähnlich gequetscht röchelnd wie die von Till Schweiger. Sollten Sie Interesse haben, geben Sie mir doch Ihre Telefonnummer, dann werde ich sie im Falle einer erneuten Erkrankung anrufen. Textvorschläge nehme ich selbstverständlich an. [Beitrag wurde von Ebbesand Flutwasser am 29.03.2001 um 13:43 Uhr bearbeitet.] |
| kathi meierhofer |
Danke für das Nette Angebote Herr(?) Flutwasser(guter Name finde ich). Natürlich wünsche ich Ihnen alles Gute und keine Krankheit, aber wenn sich die Gelegenheit schon bietet, im Übrigen werde ich mir inzwischen einen netten Text ausdenken, ich werde versuchen jugendfrei zu bleiben *g* Achja Wetter: Klagenfurt, blauer Himmel, Sonne, Wind und kalt |
| Ebbesand Flutwasser |
Jawohl, Frau Meierhofer, hier schreibt ein Herr Flutwasser. Danke für Ihre lieben Wünsche, ich hoffe auch, daß es das vorerst gewesen ist mit Erkältungskrankheiten. Aber der nächste Winter kommt bestimmt... (Ich bin mir beinahe sogar 100%ig sicher, daß er kommt!) Beim von mir vorzutragenden Text müssen Sie sich keinerlei Beschränkung auferlegen, Sie sind vermutlich genau so volljährig wie ich. Selbstverständlich würde er nicht öffentlich gemacht. --- Das wäre auch eine gute Gelegenheit zur Überprüfung meines Verdachtes, daß die Herren und Damen in diesem Forum nur so fein tun und in Wirklichkeit hoho! [Beitrag wurde von Ebbesand Flutwasser am 29.03.2001 um 14:10 Uhr bearbeitet.] |
| Throatwobbler |
Während der zwei Tage, die ich nun schon in diesem Forum weile, ist mir aufgegangen, daß dieses der Strang ist, auf dem man sein muß, auf dem man gewissermaßen die Promis des Forums trifft und vielleicht auch ein bißchen prominent wird. Deshalb auch von mir jetzt eine Antwort. Ein erhebendes und erhabenes Gefühl. |
| Walter Groebchen |
Hamburg: heute wetterlos Nebstbei: wer Mark E.Smith zitiert, kann kein schlechter Mensch sein Nebstnebstbei: weiß hier jemand in diesem Gurkenglas, wofür das "E" in Alfred E. Neumann steht? |
| Angelika Maisch |
Also Ekel kanns nicht sein. Ekel Alfred, das ist ein anderer. Wetter in Karlsruhe: Hat seit Wochen das erste mal fast aufgehört zu regnen. Kann es womöglich wagen, morgen etwas Wäsche ins Freie zu hängen. |
| Wolfgang Mueller |
Habe gerade Francoise Cactus (von der Band Stereo Total) vom "Bierhimmel" nach Hause begleitet. Sie ist fast meine Nachbarin. Davor waren wir gemeinsam auf einer Party. Sie erzählte dort vor allen Leuten folgenden Witz: "Ein Mann geht zu einer Prostituierten und fragt: "Was kostet das, einmal?" Sie antwortet: "92,50 DM" Er daraufhin: "Das ist aber eine komische Summe." Sie: "Naja, das ist mit Getränk." Er: "Ach so." Sie gehen zu ihrer Wohnung, doch bevor sie die Tür öffnet, sagt sie: "Also, nicht dass du nachher enttäuscht bist, ich sags dir lieber gleich, ich hab nämlich keine Klitoris." Er winkt nur ab: "Ach, das macht überhaupt nichts. Ich trinke auch Whisky oder einen Campari." Ich schwöre, es haben alle laut gelacht. |
| kathi meierhofer |
Ist von Stereo Total nicht die wunderschöne 'Moviestar'-Coverversion und das Lied mit der Schreibmaschine das irgendwie so ähnlich wie 'Taktülo-rock' heißt?? Ich habe nähmlich gestern meine alten 'Sumpf'-Kassetten geordnet und bin über diese zwei Liedchen gestoßen, derweilen du mit ihr was trinken warst. Passieren im Leben nicht seltsame Dinge?? Aber das paßt besser in einen anderen Strang!! |
Um dieses Thema zu schließen, hier klicken (nur Moderatoren).