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| Autor | Thema: erster Computer |
| hitchhiker |
Guten Tag! Der erste Computer, den ich mein Eigen nennen durfte, war ein Sinclair ZX81. Z80A-Prozessor, 8bit, 1kByte RAM, Folientastatur. Er "bootete" verdammt schnell... weil er das Betriebssystem im (ich glaube 8kByte) ROM hatte. Der Tag des Einkaufes war aufregend. Und um das Ding benutzen zu koennen kaufte ich noch fuer 50DM einen gebrauchten S/W-Fernseher dazu. Irgendwann konnte ich mir die 16k-Speichererweiterung leisten sowie eine zusaetzliche Tastatur. Ab da lohnte sich auch der Anschluss eines Kassettenrecorders zum Abspeichern von Programmen, laengere Programme liessen sich aber meist wegen Lesefehlern nicht wieder einladen. Der Computer wurde durch den Aufwand, den nun riesengrossen RAM zu verwalten, deutlich langsamer. Einen C64 hab ich nie besessen. Abgeloest wurde der ZX81 durch einen Schneider CPC 6128 mit 128kB RAM und dem gleichen Prozessor (hier stocke ich etwas - hatte der Sinclair vielleicht einen Z80 Prozessor und erst der CPC den Nachfolger, Z80A?). Ich goennte mir nur einen Monochrom-Monitor dazu, aber damals hiess es auch noch, Farbmonitore seien nicht gut fuer die Augen (Monochrom-Monitore leuchteten etwas nach und flackerten daher nicht so). Das Ding hatte sogar ein Diskettenlaufwerk (80k Kapazitaet?) von dem aus man ein "echtes" Betriebssystem laden konnte: CP/M, den 8-bit Vorgaenger von MS-DOS. Einer meiner ersten Jobs war Folgender: In einem Rechenzentrum sollte eine alte PDP-10 (oder 11?) endgueltig verschrottet werden. Es gab jedoch noch Unmengen von Daten auf alten Magnetbaendern, die nur noch von den Laufwerken dieser PDP-10 gelesen werden konnten. Niemand wusste mehr so genau, wie die Laufwerke der PDP angesprochen wurden - und mein Job war es, die Daten (hauptsaechlich Fortran77-Programme und Unmengen von Zahlen) erstmal einzulesen und dann auf einen anderen Computer zu kriegen. Lochkarten kenne ich nur noch als Notizzettel, die im Rechenzentrum rumflogen, daher ist mir auch die alte FORTRAN77-Nomenklatur mit den freigelassenen Zeichen zu Beginn jeder Zeile immer fremd gewesen. Noch deutlich vor der Veroeffentlichung des Fortran90-Standarts lernte ich zum Glueck aber C kennen. Soweit ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit. Mit freundlichen Gruessen, hitchhiker |
| J_E |
Also, da bin ich doch später erst eingestiegen. Das war schon ein richtiger PC, wow, mit einem NEC V20-Prozessor, der war ja gegenüber dem 8088 schon richtig schnell. Und mit unglaublichen 640K Hauptspeicher und einer 20MB-Festplatte. Dazu dann noch einen bernsteinfarbenen Monitor und einen wunderbaren 9-Nadel-Drucker von NEC. Da konnte man über ESC-Sequenzen jede Nadel einzeln ansteuern und selbst Zeichen definieren. Das ganze dann wohl zu einem Schnäppchenpreis so um die 10.000 DM. (Diese Geräte funktionieren immer noch!) Wobei ich dann doch auch noch eine tolle Norsk-Data Maschine beim Arbeiten kennengelernt habe, die mit drei Z80-Prozessoren in der Lage war, 20 Anwender die Möglichkeit einer zeilenorientierten Textanwendung (was für ein Krampf) zu geben. Es gibt hier übrigens schon ein paar Bemerkungen zu diesem Thema: http://www.allesbonanza.de/ubb/Forum9/HTML/000039.html ------------------ J_E |
| Pallas |
Hersteller Tandy Radio Shack Typbezeichnung TRS 80 Entwickelt 1977 max. Farben 2 max. Auflösung 128 x 48 max. Zeichen 32 x 20 Tasten 52 Arbeitsspeicher (RAM) 4 KB Festspeicher (ROM) 16 KB mit Basic ca. Neupreis 2000 DM / 1000 Euro Prozessor Z80 Taktfrequenz 4 MHz Ton eingebauter Summer Betriebssystem Basic Schnittstellen Monitor, Fernseher, Cassettenrekorder Besonderes Wie der Apple I und II, der Atari 400/800 und dem Commodore Pet zählt der TRS 80 zu den ersten Home- bzw. Microcomputern der Welt. Erweiterungsmöglichkeiten 1 Erweiterungsanschluß für z. B. Floppy-Interface DAS waren noch Zeiten! |
| J_E |
Sag mal Pallas, die Tastatur kann man notfalls auch als Schlaginstrument zur Verteidigung einsetzen, oder? (Erinnert mich an die alten IBM 3278 - vielleicht stimmt die Nummer sogar - dieses kompakte Stahlgehäuse, wo bei jedem Tastaturanschlag ein lautes Knacken zu hören war, wegen der Gewöhnung an die Schreibmaschine!) ------------------ J_E [Beitrag wurde von J_E am 14.06.2000 um 14:09 Uhr bearbeitet.] |
| Niklas |
Oh ja, mein Sinclair ZX fliegt immer noch hier irgendwo rum. Ich bin aber nie richtig damit klar gekommen, und meine Basic-Kenntinsse blieben ausgesprochen lückenhaft. Die nächste Begegnung mit dem Computer war das schon bei meinem ersten richtigen Job, als ich anfing, auf einem Apple II rumzuhacken. Von Berufs wegen verbrachte ich die nächsten acht Jahre vor ein paar Generationen von Macs, bevor ich mir meinen ersten PC, einen Pentium 133, kaufte. Und den hab ich erst vor einem halben Jahr ausrangiert. |
| Nette |
Der erste Computer, den ich nutzen durfte, war ein KC 85-3 vom VEB Robotron. Zu Zonenzeiten sehr teuer 1800,- also unerschwinglich, da ich mich auch nicht erinnern könnte, dass man da etwas Ordentliches mit hätte machen koennen ausser Spielen (hihi Basic-Spiele). Also kam ich da nur durch BEZIEHUNGEN ran. Im ESP-Unterricht (ESP = Einführung in die sozialistische Produktion) bisschen Basic gelernt. Damit konnte ich dann tatsächlich mal eine Math-Hausaufgabe lösen. Ansonsten war mein Lieblingsspiel Pursuit. Pursuit war Maschinencode (?) und deshalb schneller als Basicspiele. In einem Labyrinth mussten alle Gänge lehrgefressen werden, da gabs Erbsen =1 Punkt, Möhren = 5 Punkte, Birnen = 15 Punkte und Schmetterlinge = 99 Punkte. Dabei wurde man von einem Teufel vefolgt. Mit der Zeit wurde die Geschwindigkeit immer grösser, die Labyrinthe komplizierter und es erschienen mehrere Teufel. Ich habs bis 4 Teufel gebracht. Rekord 14495 Punkte. Technische Daten Wenn mir mal einer sagt, wie man hier ein schönes Bildchen einbaut, wird das glatt gemacht! (wie man sieht, zum Freak bin ich nicht geworden) |
| hitchhiker |
toll... das Bild moechte ich natuerlich gern sehen! (img)http://www.adresse.des/bildes(/img) mit eckigen Klammern baut es hier ein, Hilfe findest Du auch hier: http://www.allesbonanza.de/ubb/ubbcode.html oder im Forums-Forum, wenn Du keinen Webspace (also keine Homepage oder so) hast, mail das Bild an mich: namuba@sphex.de MfG |
| Nette |
Da ist er der Superrechner KC 85-3: Dazu muss man sich noch einen kleinen Fernseher und einen Kassettenrecorder denken. |
| Pallas |
quote:Oder zur Abwehr von Meteoritenhageln - stimmt! ![]() |
| RUSirius |
Mitte der Achtziger hab ich maturiert - dazu war, der mathe prof war ein idiot - der basic programmierbare sharp (1401?) ein muß. nachdem das so gut geklappt hatte, ich wiederholte die matura im herbst, gabs bald einen 8088er. Bernstein am monitor, 1 mb ram und 2 360k ss floppys. absoluter luxus: eins fürs dos, das andere für die anwendungssoftware - nicht immer dj spielen. super spiele , die ersten tetris varianten, sokoban... der luxus 286er wurde dann von leipzig aus durch meinen vermieter nach rumänien gespendet. und dann ... x 486er |
| ArnoKalup |
Joh, der erste Computer, das waren noch Zeiten. Bei mir war es auch ein ZX81, von meinem Bruder ueberlassen worden, als ich 9 oder 10 war. Da musste ich mir die ersten Spielchen auch in Basic zusammentippen. Wer von den Freaks heute kann sich denn noch Seitenlange Listings in Computerzeitschriften vorstellen, die man dann geduldig in stundenlanger arbeit abtippte. Der Aufstieg ging dann die klassische Alternativschiene entlang, erst einen TI 99 4/A anstatt des üblichen VC-20. War eine sehr solide verarbeitete Maschine, damit konnte man auch Hagelschauer überstehen und danach weitertippen. Und mit Modulschacht wie die heutigen Nintendos :-) Danach einen Atari 800XL anstatt des üblichen C-64. Und wieder auf der Suche nach Leuten mit denen man Software (natürlich nuuur selbstgeschriebene) "tauschen" konnte. Danach Atari ST anstatt Amiga und heute Macintosh anstatt MS-DOS. Manche Dinge ändern sich nie. Aber irgendwann merkt man doch, das es wichtigeres als Computer gibt, oder? |
| nutellajunkie |
Was interessanteres als Computer??? Klar, das war ziemlich genau DER Zeitpunkt, an dem man entdeckte, dass Maedchen nicht nur aus Zoepfen bestehen... (War selber auch eifriger Atari-XLer...einen Toast auf die Kiste!) |
| Nette |
ROBOTRON: "Unsere Lösung - Ihr Problem!" Rechnen Sie mit dem Schlimmsten - Rechnen Sie mit robotron.! Unsere Mikroelektronik ist einfach nicht kleinzukriegen! Unsere Mikroelektronik ist die Größte! Woran merkt man, daß die Stasi Robotron-Wanzen bei einem einsetzt? Warum hatten die ostdeutschen Politiker immer so ein breites Kreuz? |
| Spangie |
mein erster computer war ein vc20 von commodore. die meiste zeit habe ich mich damit beschäftigt, aus den diversen computerzeitschriften diese endlosen zahlen- und buchstabenreihen abzuschreiben, um nachher ein neues computerspiel spielen zu können. leider habe ich in 80% aller texte einen fehler eingebaut, so daß das spiel nachher nicht lief. das war dann wohl auch der grund dafür, daß ich mich danach nicht mehr allzuviel mit computern beschäftigt habe. gott sei dank ist das heute alles etwas einfacher! |
| oli |
computer? wer braucht das! dafür gibts doch die atari-konsole! |
| Sideshow Bob |
Yo, Computer der frühen 80er. Der Sinclair war schon klasse, doch wichtiger scheint mir echt die Atari-Konsole und danach der C64. Ich kann mich noch an die Blasen in der rechten Hand erinnern, die ein neuer Rekord bei den Olympic Games (Sommer- oder/und Winterspiele) gekostet. Dieses komplett bescheuerte Hin- und Hergeackere mit den Atari-Joysticks - dagegen ist die Playstation doch was für Warmduscher, findet Sideshow Bob |
| Otto Ill |
Die Daten bei meinem kleinen C116 wurden auf Magnetbandkassetten durch ein dem Walkman ähnliches Gerät (der Datasette) gespeichert. Auch der Abruf eines kurzen Basicprogramms konnte mehrere Minuten dauern. |
| Raphael der Himmlische |
Hallo allerseits! Ich war wohl spaet dran mit dem ersten Computer ... mein erster war der C 64, die gute alte "Brotdose"! meint Euer Raphael |
| fabchief |
Mein allererster Computer war ein Sharp MZ 800, heute wohl eine echte Rarität. Das ganze so wie sich das gehört mit Datasette und eigenem Basicdialekt. Meine Eltern wollten mir halt was gutes tun und Stiftung Warentest hat gesagt der MZ 800 sei viel besser als der C64. Schade nur, daß es für den MZ800 keine guten Spiele gab. Es gab 2 Freakzeitschriften in denen Code für Spiele stand, und die musste ich dann mühevoll abtippen. Und meistens war der Code auch noch für den MZ 700!!! Immerhin konnte man das Teil an den Fernseher anschließen und mit selbstentwickelten Grafikanimationen (in meinem Fall den damaligen Werbefüllern des BR3 nicht unähnlich) wunderbare Moiréemuster auf den Schirm zaubern. Trotzdem hätte ich lieber einen C64 gehabt um dann mit Summergames einen Quickjoy I (der II war eher fürs schiessen gedacht) innerhalb eines Abends über den Jordan zu schicken. Aber es gab ja auch noch Kumpels... Nie wieder Bernsteinmonitore! fabchief |
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